Es sind nur zwei Buchstaben, doch die machen einen großen Unterschied. Seit fast drei Monaten hat sich meine Berufsbezeichnung um ein P und ein R erweitert. Nicht mehr Redakteurin, sondern PR-Redakteurin steht auf meiner Visitenkarte. Und was soll ich sagen: Ich habe diesen Schritt bisher nicht bereut. Ganz im Gegenteil: Ich fühle mich bei additiv pr endlich beruflich angekommen. Jaja, ich sehe sie pikiert die Nase rümpfen, die ehemaligen Kollegen der Tageszeitung. „Als Journalist auf die dunkle Seite wechseln, wie kann man nur?!“ Ob „man“ kann, weiß ich nicht, dass ich das kann, weiß ich dagegen genau. Und das nicht nur, weil die dunkle Seite Kekse hat – sogar einen ganzen Schrank davon. Die Arbeit macht Spaß und fordert mich heraus. Es ist spannend, über Industrie 4.0 zu schreiben, Techniktrends unter die Lupe zu nehmen und zu lernen, wie ein Lagerverwaltungssystem funktioniert. PR bedeutet eben nicht nur, „ein bisschen Werbung“ zu machen. Auch hier ist ein sauberes und fundiertes Handwerk gefragt. Dazu zählen eine gründliche Recherche und ein auf den Punkt formulierter Text. Ungewohnt sind allenfalls die aufwändigen Abstimmungsprozesse sowohl intern als auch mit den Kunden. Aber nur so entsteht nun mal ein fachlich einwandfreier Beitrag. Und dieses Ziel haben Redakteure und PR-Redakteure gleichermaßen.

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